Vertrauen

"Das höchste Vertrauen hat nicht der Freund, dem wir unsere tiefste Schmach, sondern der, dessen Auge wir unbefangen unsere letzte Schönheit zeigen."
und damit hat Emil Gött, (1864 - 1908), deutscher Dramatiker, sehr recht.
Vertrauen hat viel mit zuhören und verstehen zu tun. Viele menschen bedanken sich für das zuhören dener, die er/sie sich anvertraut.
Aber derjenige, dem vertraut wird, sollte mindestens genau so einen Dank aussprechen.
Denn ihm/ihr wird etwas gegeben, was er/sie zu schätzen hat.
(ich verzichte mal darauf immer ihm/ihr bzw. er/sie zu schreiben)
Vertrauen ist wie ein Geschenk auf Zeit. Bekommt man es einmal, so ist man nie sicher davor, es wieder zu verlieren. Man muss es entsprechend behandeln um es nicht zu verlieren.

Leider gibt es Menschen, die dieses nicht so sehen, oder es entsprechend schätzen, leid tut es mir dann den menschen, die ihren schmerz oder unannehmlichkeit versuchten mit jemanden zu besprechen und noch weiter enttäuscht worden..
Wenn mir jmd. etwas anvertraut oder mit mir über irgendwas spricht, so freut es mich, weil es mich, in einer abgeänderten form, stolz macht. Zumindest dann, wenn ich weiß, dass der mensch es mir nicht erzählt, weil er sonst keinen kennt, sondern er es mir erzählt, weil er glaubt, dass ich dafür am besten bin.
 
 
Auf der anderen seite belastet Vertrauen. Man möchte helfen oder fühlt sich zumindest verpflichtet dazu, auch wenn der gegenüber es gar nicht erwartet, sondern sich einfach freut bzw. schon besser fühlt, ein teil seiner last abgelegt zu haben. Doch für einen selbst, der nun dieses Geschenk aufgenommen hat, möchte etwas sagen, geben, zeigen oder was auch immer, um helfen zu können.. was manchmal gar nicht geht.
 
 
Jeder handhabt es dann wahrscheinlich anders.. der eine hilft in dem er den anderen zum lachen bringt... oder einfach ablenkt... vielleicht auch gar nichts sagt, weil er nicht weiß mit dieser situation umzugehen..
Eine richtige Art und Weise gibt es nicht... Leider gibt es auch keine mathematische formel die problem + persönlichkeit zusammen rechnet und mir den besten weg vorschlägt..
 
 
Doch je mehr man versucht und es vielleicht auch schafft, sich in diese lage der anderen person hinein zu denken, es nachvollziehen zu wollen, so eher wird man wissen, was das richtige ist.
Und vielleicht wird man dann auch mal erkennen, dass weniger manchmal mehr ist...
 
 
Und genau das ist es, wozu man sich verpflichtet, wenn man zuhört... denn eigentlich geht es nicht ums hören sondern um das verstehen, das auseinander setzen, das mitfühlen.
Geben und Nehmen...
 
 
Habt einen guten start in die Woche und einen noch schöneren Feierabend

5.2.07 00:19

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